Japan 1 – Historische Filme

Mi, 20.03.2019 - 19:00 - Wintergarten - Sonderprogramme


Dieses Programm läuft auch am Samstag, 16.03., um 19 Uhr im W1.

KISS KISS KISS

Tadanori Yokoo’s Animationsfilm KISS KISS KISS von 1964 verwendet die Kunst des Pop Art und zeigt Comic Bilder von küssenden Paaren mit Sprechblasen, in denen „kiss“ geschrieben steht.

Japan 1964, 2 Min, Farbe, ohne Dialog

Regie: Tadanori Yokoo
Kontakt: Tadanori Yokoo

UNK

18 Jahre war Macoto Tezka alt, als er mit einem 15-minütigen Remake von Spielbergs CLOSE ENCOUNTERS den Kurzfilmwettbewerb des PIAFilmfestivals gewann. Die charmanten Filmtricks von UNK sind heute noch so wirkungsvoll wie das handgekratzte und bemalte Filmmaterial der Schlusssequenz.

Japan 1979, 15 Min, s/w & Farbe, ohne Dialog

Realisation: Macoto Tezka
Kontakt: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V., arsenal distribution, Gesa Knolle

SPACY

Takashi Ito ist einer der führenden experimentellen Filmemacher in Japan. Dieser Film besteht aus fortlaufenden Standbildern, die eine konstante Illusion der Bewegung suggerieren: von Pianissimo bis Fortissimo. Beeinflusst war diese Technik der Rekonstruktion von Sequenzfotografien von den früheren japanischen Experimentalfilmern der 70er Jahre wie bspw. Toshio Matsumoto (er war Ito‘s Lehrer am Kyushu Institute of Design) zeigt. Allerdings gilt Ito‘s Stil als komplexer, anspruchsvoller und völlig neu. SPACE besteht aus nachkolorierten schwarz-weiß Aufnahmen.

Japan 1981, 10 Min, Farbe, ohne Dialog

Regie: Takashi Ito
Kontakt: Light Cone, Clément Verrier

I AM SION SONO

Sion Sono (den man hierzulande v.a. durch seine „Hass“-Trilogie LOVE EXPOSURE, COLD FISH und GUILTY OF ROMANCE kennt) wird für seine poetisch avantgardistischen Filme mit oftmals surrealen Inhalten kontrovers diskutiert. Mit einer Reihe von Kurzfilmen bildete er seinen Stil aus: Unauffällige Mitmenschen setzt er dabei absurden Entwicklungen aus, die ihm seinen bissigen Humor und das Überschreiten von Grenzen erlauben. Bei diesem Film handelt es sich allerdings um ein sehr selbstbewusstes Selbstporträt.

Japan 1984, 37 Min, Farbe, OV, englische UT

Regie: Sion Sono
Kontakt: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V., arsenal distribution, Gesa Knolle

AIUEONN SIX FEATURES

In Iimuras Film bekommen wir eine humorvolle Einführung in die japanische Schriftkultur. Er zeigt sechs skurrile Gesichtsausdrücke, die mit einem Echtzeit-Texturmapping-System manipuliert wurden, um die visuellen Bilder japanischer Vokale im japanischen und römischen Alphabet zu animieren.

Japan 1993, 7 Min, Farbe, OV, englische UT

Regie: Takahiko Iimura
Kontakt: Light Cone, Clément Verrier

A DANDELION, ROSACEAE

Das Verhältnis von unabhängigen Filmemacherinnen zu männlichen Kollegen ist extrem unausgewogen. Aufgrund der viel härteren finanziellen Bedingungen haben Frauen kaum Zugang zur Medienkunst. Ein weiterer Grund für das Missverhältnis ist das Gefühl der Unterlegenheit, das japanische Frauen angeblich empfinden, wenn sie in der Nähe von Maschinen sind. Zudem sind fast alle Filmemacher, Organisatoren und Zuschauer männlich. Diese Situation steht in einem großen Gegensatz zu anderen Kunstbereichen. Es wird Zeit, dass sich Filmemacherinnen zusammenschließen, um selbst Filme zu produzieren, Vorführungen zu organisieren und einen Appell an ein weibliches Publikum zu richten. Mutig macht Utako Koguchi selbst vor visuell stark stilisierte Erkundung phallischer Phantasien nicht halt. Der Film ist eine wunderbar bizarre Erforschung der transzendentalen Sexualität von Zwillingsschwestern.

Japan 1990, 8 Min, Farbe, OV, englische UT

Regie: Utako Koguchi
Kontakt: Utako Koguchi

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