HFKM: Sounds Of Silents – Gesellschaftliche Umbrüche – künstlerischer Aderlass

Mo, 18.03.2019 - 20:00 - HfKM Regensburg - Sonderprogramme


AN OPTICAL POEM

Ein poetischer abstrakter Film, filigrane handgemachte Animation aus federleichtem ausgeschnittenem Papier. Die Formen tanzen zu einem vorgegebenen Musikstück – das erste Musikvideo.
Oskar Fischinger, emigriert 1936, ist ein Pionier des abstrakten Films und gilt als ein der Väter des Musikvideos.

USA 1938, 7 Min, Farbe

Regie: Oskar Fischinger, Musik: Franz Liszt
Kontakt: Deutsches Filminstitut, Nachlass Oskar Fischinger

ANDERS ALS DIE ANDERN
DIFFERENT FROM THE OTHERS

Das „Babylon Berlin“ der Weimarer Zeit zog Homosexuelle aus der ganzen Welt an. Einerseits duldete die Obrigkeit die zahllosen queeren Etablissements, andererseits galten strenge Gesetze. Die Szene betraf den §175, um dessen Abschaffung sich viele Aktivisten mühten, u.a. der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld. Er beriet die Macher von ANDERS ALS DIE ANDERN, dem ersten deutschen Schwulenfilm. Jenseits von Effekthascherei zeigt der Film, was die Kriminalisierung unbescholtener Bürger anrichtet. Es spielen Conrad Veidt, Reinhold Schünzel, Ilse von Tasso-Lind, Anita Berber und Magnus Hirschfeld.

Deutschland 1919, 51 Min, s/w, live vertont

Regie: Richard Oswald
Produktion: Richard Oswald-Film GmbH
Kontakt: Filmmuseum München

VORMITTAGSSPUK
GHOSTS BEFORE BREAKFAST

Die Objekte rebellieren. Der Dadaist Hans Richter lässt Hüte, Fliegen, Fenster, Schläuche den Aufstand proben, sie bleiben nicht mehr in den ihnen zugewiesenen Rollen und wenden sich gegen ihre Benutzer. Eine absurde Komödie mit viel Dynamik und Rhythmik.

Deutschland 1928, 10 Min, s/w, live vertont

Regie: Hans Richter
Produktion: Hans Richter
Kontakt: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V., Gesa Knolle, Angelika Ramlow, Carsten Zimmer

ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN
I DON’T WANT TO BE A MAN

Manchen Fräuleins gehen die Konventionen der Zeit ziemlich auf die Nerven. Eine von ihnen lässt Lubitsch in seiner frivolen Komödie ihrem strengen Aufpasser entkommen. In Frack und Zylinder stürzt sie sich ins Nachtleben und zieht nach einigen Turbulenzen ein Fazit, das den Titel des Films vorgibt.

Deutschland 1918, 45 Min, s/w, live vertont

Ticket erwünscht?

 
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